Impressionen

 

Impressionen

und Tagesmelodien

 

 

Im Regenschein

 

Im Regenschein

tropft Sonne heute leise.

Mitunter höre ich die Schatten kaum.

So wirkt die Welt ein wenig

mir zerbrochen.

Gedankenfluss verharrt

im Sehnsuchtstraum.

Nichts geht mehr.

Träge hält der Tag

Melancholie ganz fest in seiner Hand.

Perlend schäumt der Sekt

in meinem Glas.

Und ich mal Kringel

an die Wand.

 

P.K.

 

Morgendliche Impressionen

 

Noch hängt der Morgendunst,

traumversponnen,

zwischen dunklem Tann.

Doch lässt das erste Licht

der Lebensspenderin

den nahen Tag erahnen.

Die Zeit verliert sich

in den Atemzügen  klarer Reinheit.

 

Eingetaucht im Meer

unschuldsweißer Buschwindröschen

netzt kühler Tau

die nackten Füße.

Die Morgenmelodien  der Arten

verbinden sich

zu einer Symphonie des Glücks.

 

Umarmen möcht ich dich,

oh wunderbare Welt.

 

Und durch den lichten Nebel streift,

mit zitternd Flügelschlag,

ein Gedanke grenzenloser Freiheit.

 

P.K

 

Melancholische Monotonie

 

Düster quellend Graugemisch

ist  heut allein des Tages Kleid.

Nicht einen einz´gen Tupfer Farbe

hält er für dich und mich bereit.

 

Frühling scheint der Zeit entrückt,

ist so fern wie du für mich.

Melancholiegefärbt sind Stunden,

denk hin und wieder mal an dich.

 

Sehnsucht fällt mit den Gedanken,

wie der Regen, monoton.

Summt ein leises Lied von Trübsal,

tropft vom Dache mir zum Hohn.

 

In den Pfützen spiegeln Bilder

einer trostlos grauen Welt.

Wünscht´,  der Tag er ging vorrüber,

weil mich nichts mehr in ihm hält.

 

P.K.

 

Blauland

 

Aus schimmernden Gefilden

singt mir ein Vöglein süß,

bringt meine Seel zum Schwingen.

Leichtfüßig tänzelt sie davon,

mir ist´s,  als würd mein Herz zerspringen.

 

 

Voll Freud ob dieser Lieblichkeit

breit ich die Arme aus,

dreh heiter mich im Kreise.

Ich tauche ein in dieses Blau,

die Welt um mich, sie wird ganz leise.

 

 

Eins mit mir, mit diesem Land,

blau in blau verschmolzen,

genieße ich die Stunden.

Hör immer noch die Melodie,

das Vöglein ist schon längst entschwunden.

 

P.K.

Bleichmittel

 

Bleichmittel wäre heute angesagt,

um das Grau des Tages,

wohlgemerkt im Schonwaschgang,

ein wenig aufzuhellen.

 

Das Bild was sich mir bietet,

verwöhnt mir nicht die Sinne.

Erstickt gewolltes Tun im Ansatz.

Läd eher ein zum Müßiggang.

 

Zeit, ein Buch zur Hand zu nehmen,

in ferne Welten einzutauchen.

Und eingehüllt in wohlig warme Decken

dem Bunt der Wörter zu erliegen.